September 18, 2017

Samt: Das Comeback

Die mondäne Vergangenheit brachte Samt zu Unrecht ein etwas angestaubtes Image ein, das im Gegensatz zu modernem, reduzierten Design stand.

Doch spätestens seit bedeutende Modelabels ihre Models in Samtblazern, Mänteln, Kleidern und Hosen über die Laufstege schicken und große Interior-Designmessen den schweren Stoff ausstellen, ist klar: Samt ist zurück. Und wie!

Ein entscheidender Grund für das Comeback ist ein Phänomen, das Trendforscher „Cocooning“ nennen: Wir machen es uns wieder mehr zu Hause gemütlich und umgeben uns mit kuscheligen Stoffen. Wir sehnen uns nach Textur, Struktur und Wärme in der Inneneinrichtung.

Samt transportiert diesen Trend perfekt. Er passt zu allen Stilen und verleiht jedem Polstermöbel eine besondere Eleganz. Sowohl sanfte Übergänge als auch starke Kontraste stehen dem Handschmeichler.

Im Zusammenhang mit einer reduzierten Formensprache verliert Samt sein Pathos und wirkt zeitgemäß interpretiert. Samt wirkt in soften Tönen oder in hellem Grau leicht und modern, was nicht heißt, dass man nicht auch den ganz großen Auftritt damit in den eigenen vier Wänden hinlegen kann: wer sich traut, wählt für ein samtenes Statement geheimnisvolle, tiefe Juwel-Farbtöne wie zum Beispiel die aktuellen Grüntöne, tiefe Blaus oder Peacock-türkis. Dank des feinen Flors bekommen alle Farben eine besondere Leuchtkraft und Lebendigkeit.

Heute wie damals in der Renaissance finden wir Samtstoffe als Wandbespannung, Kissen, als Möbelbezugstoff oder Bettüberwurf. Wer sich nicht gleich an eine komplette Polsterlandschaft wagt, kann mit Samt-Kissen oder einem fließenden Vorhang eindrucksvolle Akzente schaffen.